Zeitschrift für internationale und kapitalmarktorientierte Rechnungslegung
So., 05.09.2010
FALLSTUDIE
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KoR vom 05.07.2010, Heft 07-08, Seite 411-418

Full Goodwill nach IFRS 3: Keine verbesserte Vergleichbarkeit von Unternehmensakquisitionen

Christian Zwirner

Die Neufassung des IFRS 3 beinhaltet nunmehr ein Wahlrecht zur Anwendung der sog. Full-Goodwill-Methode. Diese Methode erlaubt es dem Bilanzierenden, den im Rahmen einer Akquisition entstandenen Goodwill auch auf die Minderheitenanteile hochzurechnen. Verbunden mit dem Ausweis der Minderheiten als Eigenkapitalbestandteil im IFRS-Konzernabschluss ergeben sich zahlreiche bilanzpolitische Möglichkeiten, die der Bilanzierende fallweise zur bestmöglichen Erfüllung seiner bilanzpolitischen Strategie nutzen kann.

Gliederung

I.Einleitung
II.Darstellung der Regelung
III.Ermittlung des Full Goodwill
IV.Fortschreibung des Full Goodwill
V.Bilanzpolitische Aspekte des Full Goodwill
VI.Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung
VII.Fallstudie
 1.Ausgangsdaten
 2.Konsolidierung zum 31.12.01
 3.Konsolidierung zum 31.12.02
 4.Vergleich der Szenario-Ergebnisse
VIII.Zusammenfassung

Einleitung

Die Neufassung des IFRS 3 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 31.07.2009 beginnen. Damit sind die Neuregelungen regelmäßig für den Jahresabschluss 2010 zu beachten. Neben zahlreichen Änderungen ist eine Besonderheit herauszugreifen: IFRS 3 beinhaltet nunmehr ein Wahlrecht zur Anwendung der sog. Full-Goodwill-Methode. Diese Methode erlaubt es dem Bilanzierenden, den im Rahmen einer Akquisition entstandenen Goodwill auch auf die Minderheitenanteile hochzurechnen. Verbunden mit dem Ausweis der Minderheiten als Eigenkapitalbestandteil im IFRS-Konzernabschluss ergeben sich zahlreiche bilanzpolitische Möglichkeiten, die der Bilanzierende fallweise zur bestmöglichen Erfüllung seiner bilanzpolitischen Strategie nutzen kann.


Informationen zu den Autoren

StB Dr. Christian Zwirner ist Prokurist bei der Dr. Kleeberg & Partner GmbH WPG StBG mit Sitz in München und Stuttgart; weitere Informationen unter www.kleeberg-ifrs.de.


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